Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Bô Yin Râ - Forum
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 836 mal aufgerufen
 Das Buch der königlichen Kunst
Albert Offline



Beiträge: 507

14.08.2008 23:20
Wer wird angenommen antworten

In dem Kapitel "Die Ernte" kann man folgende Worte finden:

Zitat Anfang

Der Strom muß dem Meere nahe
sein, soll er des Meeres Schiffe schon
tragen können.— So auch muß der Such-
ende bereits bereitet sein, zu über-
nehmen, was wir ihm zu geben haben.
Einem Jeden der geistig zu uns kommt,
kann zwar auf die ihm gemäße Weise Hilfe,
und in bestimmter Art auch Führung wer-
den, soweit ihm Hilfe wirklich von Nutzen
sein wird, und soweit er Führung schon
33
zu entdecken weiß, wenn sie auch nur seinen
Alltag lenkt.—

Zitat Ende


Meine Frage ist hier: Wer wird denn angenommen/gefunden von den Leuchtenden des Urlichtes? Wie muss ein Mensch "beschaffen" sein, um überhaupt "gefunden" zu werden?

Was ist damit gemeint: ......wenn sie auch nur seinen Alltag lenkt?...

Liebe Grüße
Albert



Bô Yin Râ - Forum

kohle Offline



Beiträge: 218

18.08.2008 01:02
#2 RE: Wer wird angenommen antworten

Hallo Albert,

so verstehe ich es:

>Der Strom muß dem Meere nahe
sein, soll er des Meeres Schiffe schon
tragen können.—

Irgendwo im Tao The King heißt es sinngemäß, dass das Meer deshalb alle Ströme zu sich führt, weil es an unterster Stelle ist. Ein Strom in der Nähe des Meeres neigt sich bereits dieser seiner niedersten Stelle zu.

>So auch muß der Such-
ende bereits bereitet sein, zu über-
nehmen, was wir ihm zu geben haben.

Auch der Suchende wird erst finden, wenn er bereit ist, seine eigenen Früchte loszulassen ...... So wie der Obstbaum seine Zweige in Demut zur Erde neigt, um seine reifen Früchte zur Erde (zurück) zu geben.


>Einem Jeden der geistig zu uns kommt,
kann zwar auf die ihm gemäße Weise Hilfe,
und in bestimmter Art auch Führung wer-
den, soweit ihm Hilfe wirklich von Nutzen
sein wird, und soweit er Führung schon
zu entdecken weiß, wenn sie auch nur seinen
Alltag lenkt.—

Ein Mensch mit innerer Sehnsucht, also ein Suchender, erfährt erst Hilfe, sobald er sein Inneres in den Objekten und Begegnungen der Welt widerspiegeln sieht. Unser Bewusstsein spiegelt sich in der Materie. Wer sich darin erkennen kann, der kann durch die Wunderwelt seiner eigenen Projektionen im Alltag geführt werden – wenn er dieses innerlichst ersehnt.

Meint kohle

ulriksson Offline



Beiträge: 139

18.08.2008 21:20
#3 RE: Wer wird angenommen antworten

Die Voraussetzungen werden im gesamten Lehrwerk immer wieder in anderen Aspekten beschrieben. Jeder Leser muss das finden, womit er etwas anfangen kann, um dem Ziel näherzukommen. Bevor sich geistige Führung in Bekundungen der Lichtwelt offenbart, kann man entdecken, dass im Alltag nicht alles Zufall ist, was geschieht, sondern das Vieles weisem Willen entspringt, unser Schicksal zu unserem Besten zu gestalten. Zum Beispiel: wir verschlafen einen Arzttermin und hinterher stellt sich heraus, dass wir durch "Zufall" einen geeigneteren Arzt finden.

lg
ulriksson

Hans Offline



Beiträge: 36

26.08.2008 00:08
#4 RE: Wer wird angenommen antworten

"...wenn sie auch nur seinen
Alltag lenkt.—.."

Bo Yin Ra antwortete einmal auf die Frage, mit was zu beginnen sei, mit folgender Antwort: ""immer mit dem naheliegendsten." In seinem Lehrwerk betont er auch immer wieder, dass wir bei uns, dann bei unserem nächsten Kreis und vor allem im Alltag "unseren Weg" beginnen sollen. Auch Lao Tse sagt, dass jede Reise mit dem ersten Schritt beginnt. Um auf Deine Frage zurück zu kommen: jeder bekommt die Führung, die seiner "Wegstrecke", seinem Entwicklungsstand entspricht. Und am Anfang steht nun mal zuerst die Bewältigung des Alltages. Sowieso sehr schwierig. Und am Anfang wird meiner Meinung nach uns die Führung eben zuerst,um den Alltag zu lenken.Hier müssen wir zuerst lernen, die Führung, die uns hier schon wird, zu erkennen.
meint Hans

Serato Offline



Beiträge: 542

15.09.2011 01:17
#5 RE: Wer wird angenommen antworten

Nachdem ich meinen Roman endlich fertiggestellt hatte, einen spirituellen, übergab ich ihn einer Freundin zur Rechtschreibekorrektur. Nach Wochen bekam ich ihn verstümmelt und umgeschrieben nach ihrer Ansicht verbessert wieder zurück und war stinksauer darüber. Natürlich fragte ich mich: „was soll das bedeuten?“ ein halbes Jahr Arbeit umsonst, alles wieder von vorne, nochmals korrigieren.
Heute stöbere ich in alten Forumsbeiträgen und fand Kohles Formulierung „Auch der Suchende wird erst finden, wenn er bereit ist, seine eigenen Früchte loszulassen“….
Das half mir und gab mir Trost und hat neues Land eröffnet.
Besten Dank sagt Serato.

Serato Offline



Beiträge: 542

17.09.2011 02:30
#6 RE: Wer wird angenommen antworten

Auch wenn es mir sinnvoll erscheint, die „Früchte“ loszulassen, die eigenen Schöpfungen, die Ergebnisse der Kreativität und sie „Ihm“ zu überlassen, daß sie in seiner Schatzkammer wohlverwahrt bleiben, so bleibt doch der weiterhin sinnvolle Satz bestehen: „an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“
Da es nicht immer leicht ist, Menschen einzuschätzen, kann es helfen, sie an ihren “Früchten“, also an ihren Auswirkungen, ihrem Tun zu messen, an ihrem Verhalten im zu- und für- und miteinander.
Meint Serato.

Serato Offline



Beiträge: 542

12.12.2012 00:52
#7 RE: Wer wird angenommen antworten

12.12.12. – was für ein Datum……

Liebes Forum!

Hat sich da auch eine 33 „eingeschlichen“? War es der Zufall oder Absicht? Gerade erwähnte ich diese Zahl, gestern, als ich im Beitrag von Albert vom 14.8.2008 diese auch entdeckte. (unter: „wer wird angenommen“ im gleichen „Buch der K.K.“)

32 Bücher u m f a ß t das Lehrwerk von Bo Yin Ra.

Einen erfolgreichen Tag noch
wünscht Serato.

gulli56 ( gelöscht )
Beiträge:

12.12.2012 09:22
#8 RE: Wer wird angenommen antworten

Guten Morgen Serato,

Klär' uns doch mal über die ominöse Zahl 33 auf!!! Oder meinst Du damit den

Schottischen Ritus

Band 1 des Lehrwerkes mit dem eindeutigen Titel würde m.E. auch darauf hinweisen. Wenn nun die 32 Bücher quasi Einweihungsgrade darstellen, würde allerdings noch die Krönung fehlen - eben die 33.

Oder meintest Du etwas ganz Anderes?

Serato Offline



Beiträge: 542

12.12.2012 21:57
#9 RE: Wer wird angenommen antworten

Aus meiner Sicht ist die Anzahl von 32 Büchern kein Zufall:
Die gar nicht so ominöse 33……….ist…..

32 Bücher sind in Erscheinung getreten, das der/die 33. brachte es hervor.

Oder auch
Der Meister.

Oder auch
Der Geist, der durch die Bücher „weht“.

Oder auch
Der Führer, bzw. der Leuchtende, der/die im Unsichtbaren verharrt, nicht in Erscheinung tritt.

Da ließe sich noch mehr finden und wenn es sich mit Freimaurergraden oder anderen Systemen deckt freut es.

Den Rest würde ich jedermanns/frau Intuition anheimstellen.

Liebe Grüße von Serato.

HansB22 Offline



Beiträge: 175

17.12.2012 16:03
#10 RE: Wer wird angenommen antworten

Hallo Albert,

(Albert schrieb am 14.08.2008:
"Meine Frage ist hier: Wer wird denn angenommen/gefunden von den Leuchtenden des Urlichtes? Wie muss ein Mensch "beschaffen" sein, um überhaupt "gefunden" zu werden?

Was ist damit gemeint: ......wenn sie auch nur seinen Alltag lenkt?...")

Nach der Lektüre des HC würde ich folgendes sagen:
Die meisten Menschen haben ihre innerste Verbindung zu ihrem ewig geistigen Wesen verloren. Die Leuchtenden des Urlichts sind nicht verschieden von unserem innersten Wesen. Wir werden demnach von uns selbst gefunden, wenn wir den Willen haben, uns selbst zu finden und die Bereitschaft besitzen, unser begrenztes erdenkörperliches Dasein unserem ewigen geistigen hinzugeben und die künstliche Trennung aufzuheben.

Es kann also niemand angenommen werden, der noch an äußeren Dingen festhält. Ein kleiner Tümpel kann nur durch seine Trennung vom Meer in der Gestalt eines kleinen Tümpels sein. Wenn der Tümpel vom Meer aufgenommen wird, verändert sich seine begrenzte Form. Der erdenkörperliche Aspekt des Menschen, welcher sich durch Geburt, Leben und Tod charakterisiert, kann nicht in ein ewiges Bewußtsein aufgehen, ohne seine Identifikation mit einer sterblichen Hülle zu verlieren.

Bevor es zu einer Wiedervereinigung mit dem innersten Leuchten des Urlichtes in uns kommt, können wir bereits in kurzen Verbindungen Impulse für das alltägliche Geschehen erhalten.

Wir sind das unendlichfältige Eine. Und wenn wir das Eine vergessen und aus diesem herausgefallen sind, nehmen wir nur noch das Unendlichfältige wahr. Und dann scheint das Eine etwas von uns Getrenntes zu sein. Und wir fragen uns, unter welchen Voraussetzungen das Eine uns annehmen und finden wird. Da wir die Trennung wollten, ist nunmehr unser Wille zur Selbsteinung erforderlich, um von den Leuchtenden des Urlichts wieder angenommen zu werden. Wir müssen zu unserem ewig geistigen Sein zurückkehren wie das verlorene Kind zum Vater.

Wer sich selbst sucht, der wird sich selbst in seiner ewigen geistigen Natur empfinden.
Wer um die Kraft des innersten Urlichtes bittet, wird von ihr durchflossen werden.
Wer an sein eigenes Innerstes klopft, dem wird von seinem innersten Urlicht geöfnet werden.

Wahrhaft eine feine Botschaft :)

HansB22

 Sprung  
Xobor Ein Xobor Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen