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Bô Yin Râ - Forum
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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 1.832 mal aufgerufen
 Die Ehe
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kohle Offline



Beiträge: 218

26.08.2010 17:56
#31 RE: Leidentwertung als Wegbereiter antworten

hall-O,
hall-I,
hall-A,

Zitat
>Dem Grunde nach bedienst du dich einer anderen Wortwahl als ich.
>Das steht empfindendem Verstehen nicht entgegen, betrifft es übereinstimmendes Erleben lediglich in der Ausformung unterschiedlicher Individualität.



Solche Ähnlichkeit in den Strukturen erlebe ich hinter den Formen immer wieder. Es scheint eine universelle Übereinstimmung zu geben.


Zitat
>Meines Erachtens sollte man auch das von dir beschriebene „damit Leben lernen“ nicht so hoch hängen.

>„Vergegenwärtigen“ meinte keinesfalls geistige Erschließung über den Verstand.



Das geht wohl auch nicht. Eher kann durch gegenwärtiges Denken der Verstand über den Geist erschlossen werden.

Zitat
>Jedoch schadet es nicht, dem Lehrwerk folgend, das Erlebte bzw. Erfahrene nach den Grundsätzen deduktiv kausaler Logik zu überprüfen.



Ich sehe dieses Lernen vom Leben eher induktiv. Es ist das Einreihen neuer Erfahrungen in bislang Erlebtes, es kann auch altes in frage stellen. Diese Entwicklung läuft nicht über die Logistik meiner Gedanken – eher intuitiv. Der Verstand sortiert erst anschließend.

Zitat
>Das Ergebnis vermag sich dergestalt eigenem Empfinden bzw. Nachempfinden zu erschließen und schließt den Verstand - soweit dieser reichen kann - nicht aus.



das ist für mich „lebend lernen“.

Zitat
>In Abgrenzungen ist realiter kein Angriff enthalten.



Philosophisch gesehen schon. Abgrenzung bedingt das Potential, den Potentialunterschied für einen möglichen Angriff. Ein Angriff sucht nach Potentialausgleich.

Zitat
>Wohl aber wird eine Lösungsmöglichkeit von Verstrickungen dargestellt, die man sich durch Verarbeitung (Empfindung) gemäß seiner Individualität zu Eigen machen kann, sofern und soweit das gewollt wird.



Ja, wenn Bereitschaftsfähigkeit und Wille des „Verstrickten“ dazu neigen. Es stellt sich auch die Frage, wer grenzt wen ab, wer ist Angreifer?

Zitat
>Die Metapher „Schwert“ erscheint mir nach wie vor als nicht so wirklich „passend“, weswegen ich es anders ausdrücken möchte: Erst die eigene Überwindung der selbst genährten Fehlvorstellungen und Verstrickungen ermöglicht es, die immer gegenwärtig seiende Hilfe aus hohem Leuchten erkennen und annehmen zu können, ohne die es nicht geht.



ok. Ich möchte mein "Schwert" aber noch nicht einschmelzen. Sein Eindringen ist die schleichende oder schnelle Erkenntnis über die eigene Verirrung. Es ist der Finger auf die Wunde. Eine Konsequenz aus diesem Stich wäre der Entschluss zur Überwindung ...... oder es piekst weiter.

Zitat
>Diese Arbeit an sich selbst ist höchstpersönlicher Natur und kann nicht ersetzt oder beschleunigt werden.
Andere Sichtweisen, so fernstehend diese zunächst scheinen, können erst in der Art der eigenen Verarbeitung, also im Ergebnis hilfreich wirken. Selbst wenn zunächst alles auf Abwehr „schaltet“.

>Bisherige Verstrickungen bedeuten den Verstrickten - unbewusst oder sogar bewusst - Halt und Sicherheit, während deren status quo für nicht oder nicht so verstrickte Menschen wie eine Fesselung bzw. wie Eingesponnen sein in einem Kokon, anmutet.
>Diese Verstrickungen bedeuten (kollektiv-)hypnotische Verhinderung auch nur den Versuch einer Alternative wagen zu wollen, den tatsächlichen, ewigen Halt in sich zu finden, der keiner Verstrickungen bedarf.

>Die schlafende Seele, die lediglich träumt wach zu sein, wehrt scheinbar folgerichtig alles ab, das diesen als Wachheit erlebten, scheinbaren Sicherheitszustand, tatsächlich aber schlafenden Traumzustand, auch nur annähernd in der Lage sein könnte zu stören.
>Das die eigene Empfindungsentfaltung behindernde „sich gestört fühlen Empfinden“ kann abgebaut oder subjektiv verstärkt werden.



das kann ich nachvollziehen.

Zitat
>Abgrenzung bedeutet Widerstand und zugleich anderes Beispiel zu eigener Empfindung.
>Am Widerstand könnte man sich aufrichten und sich ent-wickeln oder beispielsweise in Wut und Zorn geraten, weil Widerstand animalisch angefeuert nur allzu vorschnell und gerne als Angriff übersetzt wird.

>Zu diesen Verstrickungen gehören u.a. Theosophie, Anthroposophie, das Rosenkreuzertum und vieles andere mehr.



Ich kann mich in eine jegliche Lehre verstricken. Aber gerade bei den von Dir zitierten Dreien ist mir das nicht passiert, ebensowenig im Katholizismus. Doch die von dir beschriebenen Konflikte mit dem Widerstand traten auf. (Ich verkneife mir jetzt den Vergleich mit der Wunde durchs Schwert). Doch die Überwindung dieser Begrenzungen/ meiner Widerstände stand an und wurde von tief innen gestärkt. Danach stellt sich in mir eine ganz andere Betrachtung ein:

In allem steckt die Essenz der Wahrheit, was ja auch theoretisch bekannt ist. Sie ist aber selbst erst erkennbar, wenn ich sie durch die verschiedenen Masken spüren kann. Wenn ich von ihr berührt werde. Die Befreiung zu diesem feinen Empfinden kann m.E. auch nur durch Überwindung erreicht werden. Na ja, nur anders ausgedrückt.

Zitat
>Den Grund ewiger Wirklichkeit dafür findet man in seinem Innersten.

>Infolgedessen braucht niemand ob seiner Verstrickungen bekämpft oder angegriffen zu werden.

>Allerdings darf man sich dagegen verwahren, mit „derlei Zeug zugeschmissen und zugetextet“ zu werden.
(Bsp. Zeugen Jehovas zum x-ten Male an der Tür: „Guten Tag, wir bringen ihnen Gott ins Haus!“ „Prima, dann geben sie mir mal ein halbes Pfund davon!“ Unerklärlicherweise kamen sie danach nie wieder, während sie auf mehrmals vorherige, freundliche Ablehnung ihres Ansinnens regelmäßig wieder erschienen …)

>Formung, die sich von all‘ diesem aus innerem Erleben abgrenzt, verstört vielfach jene, die sich in diesem Leben noch nicht oder gar nicht in der Lage sehen, Alternativen zu ihrer bisherigen (kollektiv-)hypnotisch „gebannten“ Empfindungsfähigkeit zulassen zu können.




Ja, die Ablehnung des Andersseins. Psychologen nennen als Grund die Angst vor dem eigenen Anderssein. Deine Gedanken erinnern mich an eine eigene elementare Fragestellung: Will ich wirklich aus meinen Verstrickungen ent-wickeln? Was begehre ich mehr, meine Anhaftungen oder ihre Auflösung? Fragen, die nur in meinem Innersten bearbeitet werden.

Zitat
>Solange diese Verstrickungen das eigene Sein vergleichsweise wie ein Myzel durchziehen, reagiert das Gesamte als Einheit reflexartig abwehrend und differenziert vielfach auf keiner Ebene ob es sich realiter um einen Angriff handelt.
>Man fühlt sich in tradiertem „Bann“ instinktiv vollständig angegriffen und basta!
>Für viele Leute stellt es willkommenes Erleben dar, sich in den Empfindungen von Zorn und Wut selbst wahrnehmen zu können, solange noch nicht Wandlung aller Kräfte auf das hohe Ziel hin im Vordergrund steht.

>Bildhaft gesprochen, durch myzelartige Verstrickung wird die Empfindung scheinbar bestätigt, auch das ewige Selbst sei Opfer eines Angriffs geworden.
>Undifferenziert und zumeist ungehemmt wird auf allen Ebenen „zurück geschossen“, obwohl nie ein Angriff vorlag.




Das stimmt. Ich erinnere mich an eigene Reaktionen, fühlte mich verletzt, war wütend usw. . Erst nach mehrmaligen Hinschauen und Sackenlassen kam in mir das freudige Erstaunen hoch, dass es keinen Angriff gibt. Oft verzerrten vorher die eigenen Gedanken die mir mitgeteilten Worte.

Zitat
>Das noch nicht dem ewig Geistigen gemäß Geformte verbindet sich mit all‘ den anderen, die in der derselben Situation sind. Dieser Kreis „befeuert“ eigenes Empfinden und Erleben mit.



Ja. Diese Zustimmungssuche ist auch zu beobachten. Und die Verbindung erfolgt automatisch unterbewusst. So geschah es auch mit den Begegnungen von Hexen, über die ich in dem anderen Beitrag schrieb. Auf psychischen Ebenen ist fast alles möglich.

Zitat
>Dabei handelt es sich um die im Lehrwerk beschriebene, erlebbare Tatsache, unbewusst oder bewusst mit all‘ jenem und all‘ denen in Verbindung zu stehen, die in derselben Richtung „streben“ und vielleicht noch ergänzend relativ vergleichbarer „Stufe“ (oder wie man es bezeichnen mag) zugehören.
>Insgesamt ist alles viel einfacher, als es meine Worte vielleicht scheinen lassen.
>Diese Einfachheit darf dem eigenen Empfindungsvermögen und Erlebenkönnen anheimgestellt werden und bleiben.



Erst nach anfänglicher Überwindung habe ich den Abstand zu einigen dieser Verwicklungen. Die Lösung davon ist jedenfalls viel befreiender und einfacher als diese unbewussten Kurzschlussreaktionen.

Zitat
>Das Lehrwerk ist und bleibt die „Wegbeschreibung“, nicht meine Worte.




Danke für die Vertiefung des Themas.

kohlchen

Serato Offline



Beiträge: 542

05.08.2013 23:31
#32 RE: mann und frau antworten

Zu dem Beitrag von O-I-A vom 16.8.2010, um 13,38 Uhr:

Nachträgliche, wenn auch späte Richtigstellung:

Hier ist willkürlich eine Private Mall an die Forumsöffentlichkeit gebracht worden, die dafür nicht bestimmt
war. ---

Und ein „Trittbrettfahrer“ kann sehr wohl ein „schlechter Schüler“ sein und sein eigenes Selbst verwirklichen und davon auch künden, wie es ihm gelang ohne dabei den HC in Abrede zu stellen.

Und auch das sei nachträglich verziehen.

Freundliche Grüße von Serato.

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