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Bô Yin Râ - Forum
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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 1.832 mal aufgerufen
 Die Ehe
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Serato Offline



Beiträge: 542

10.06.2010 23:31
#16 RE: mann und frau antworten

Bo Yin Ra war auch zweimal verheiratet.
1. Ehe 1903 mit Irma Schönfeld (verstorben)
2. Ehe 1918 mit Helene Hoffmann.

ohne weiteren Kommentar mit Gruß von Serato.

christoph ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2010 12:16
#17 RE: mann und frau antworten

Lieber O-I-A,

Deiner "These" (Posting v.10.6.2010) kann ich gut zustimmen! Damit triffst Du m.E. den Punkt fast genau. (Siehe mein nachfolgendes Posting.)
Sofern Du aber im weiteren mein Eingangsstatement ("Scheidung gibt es eigentlich gar nicht...") wieder als Folge meiner angeblich unverdauten Vergangenheit hinstellen willst, kann ich gar nicht zustimmen! Ich verarbeite hier nicht meine Geschichte; Du verrrennst Dich zum wiederholten Male (siehe mein Posting v. 28.5.,14:02 Uhr).

Auch wenn ich es in Zeit und Ewigkeit nicht werde beweisen koennen: Die von mir im Buch der Ehe gemachte "Entdeckung" geschah unabhaengig(!) von meinen persoenlichen Erfahrungen auf diesem Feld.

Mit herzlichen Gruessen,
Christoph

christoph ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2010 13:54
#18 RE: mann und frau antworten

Liebe Anna, lieber O-I-A,

habt Dank fuer Euere Antworten.

Ich geb ja zu, dass meine These: Scheidung gibt es in Wahrheit gar nicht!, etwas Provokantes hat; und die meisten Eurer Gedanken und Einwaende sind ja nur allzu verstaendlich (lassen wir mal OIAs Psycho-Deutungsversuch weg; siehe oben).
Mich trieb und treibt nur die Frage um: Was ist mit EHE aus ewigkeitsbestimmter Sicht gemeint?!; und da ergab sich mir die Einsicht: Wo EHE beseht, entsteht der Trennungswille nicht, und wo letzterer aufkommt, bestand nur eine sogen. "Ehe". (Ehe-Buch,55/56)

Den "Ur-Sprungs"-Aspekt liess ich weg: Dass der weibliche Pol des Geistesmenschen der Einfluesterung der "Schlange" erlag als Voraussetzung fuer die Ur-Scheidung im "Paradies" usw. usf. - Schliesslich befinden wir uns in diesem Zustand heute nicht. (Dass wir dafuer umso mehr allen moeglichen Einfluesterungen ausgesetzt sind, ist ja klar.)
Nur um die Auseinandersetzung mit dem von BYR entworfenen Idealbild der Ehe ging es mir.

Und an Anna: Ich denke nicht, dass es eine "Ehe auf dem Hintergrund des Lehrwerkes" geben kann, wie Du berichtest, die dadurch die Idealgestalt erreicht, die BYR entwirft. Da kann eine Ehe viel "vollkommer" sein bei Leuten, die nie von BYR gehoert haben. (Verstehst Du, wie ich das meine?) Das klingt fuer mich sofort nach einem gedankengetragenen Vorsatz: Das nehmen wir uns jetzt ganz stark vor...
"Wo darum wahre Ehe werden soll, dort frage man vorallem nach der wahren Liebe!"... (S.56)

Seid herzlich gegruesst,
Christoph

O-I-A ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2010 16:40
#19 RE: mann und frau antworten

Grüß' Dich Christoph,

nur die Ruhe, es hat Dir niemens unterstellt, dass Du dieses Forum zur Aufarbeitung irgendwelcher Scheidungsfolgen nutzt.

Sieh doch meine Äußerungen einfach als Anregungen, die Du nutzt, wenn Du sie nutzen willst bzw. verwirfst, wenn Du sie verwerfen willst.

Beweisen brauchst Du weder mir noch sonstwem etwas.
Darauf kommt es in diesem Zusammenhang überhaupt nicht an.

BTW:
Der Schlange des Paradieses ist man hier also Deiner Ansicht nach nicht mehr ausgesetzt?
Interessante These ...

Viele Grüße!
O-I-A

"Es waren keine Worte, die mir mitgeteilt wurden, es war mehr ein Berührtwerden von einem Lebendigen, vom Anfang eines Lebens, durch das der Pulsschlag einer stärkeren Sonne geht. Es kam aus diesem schwebenden Berührtwerden etwas wie die Ahnung eines Dauernden, ein Frohsein, und man konnte vor ihm gar nicht anders als lächeln, mit dem gleichen leisen Lächeln, das neben mir ging."

Anna Offline




Beiträge: 68

19.06.2010 19:35
#20 RE: mann und frau antworten

Lieber Christoph,

Und an Anna: Ich denke nicht, dass es eine "Ehe auf dem Hintergrund des Lehrwerkes" geben kann, wie Du berichtest, die dadurch die Idealgestalt erreicht, die BYR entwirft. Da kann eine Ehe viel "vollkommer" sein bei Leuten, die nie von BYR gehoert haben. (Verstehst Du, wie ich das meine?) Das klingt fuer mich sofort nach einem gedankengetragenen Vorsatz: Das nehmen wir uns jetzt ganz stark vor...
"Wo darum wahre Ehe werden soll, dort frage man vorallem nach der wahren Liebe!"... (S.56)


Ich stimme Dir absolut zu, vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. :-(
Ich bin der Überzeugung, dass Ehen, auch wenn sie nie von BYR inspiriert wurden, deswegen keineswegs 'unvollkommenere' Ehen sind, als die wenigen, die in Kenntnis des Lehrwerks mit besten Absichten geschlossen wurden (was noch lange keine Gewähr dafür ist, dass die 'Umsetzung' dann auch gelingt, siehe meine Beispiele). Und vom Kopf her kann eine Ehe sicher nicht gelingen, wohl aber mit einer herztief empfundenden Liebe.

Herzliche Grüße, Anna

Serato Offline



Beiträge: 542

15.07.2010 19:18
#21 RE: mann und frau antworten

Grüß Dich, O-I-A ! Zu Deinem Beitrag im Faden "Mann und Frau" vom 26.5.10.

Ein wirklich anerkennendes Wort meinerseits, daß Du die E H E, und damit die Liebe zum Leben, höher einschätzt, als die Zugehörigkeit zur EBDAR.
So ermöglicht vorausgesetzt. Doch schließt das eine das andere aber nicht aus.

Dazu noch ein passendes Gedicht, vor einigen Jahren geschrieben:

Sie wandeln schweigend
Ihrer Einheit bewußt –
Im Winde sich wiegend
Im Geiste geküßt –
Pssst !
Scheuch die Liebe nicht fort ! –
Laß ab von den Gedanken - - - !
Sie wissen einen geheimnisvollen Ort
Jenseits aller Schranken - - -
Zweisam alles zu erleben
Sind sie stets bereit –
Ganz sich ergeben
Für alle Zeit. - -

Serato.

O-I-A ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 13:38
#22 RE: mann und frau antworten

Grüß‘ dich Serato,

einmal mehr reißt du aus dem Zusammenhang und interpretierst munter um, was in Semantik und Kontext eindeutig ausgesagt wurde und eine konkrete Situation bezeichnend, zum Ausdruck gelangte.

Ebenso empfindest du offenkundig ein „Gedicht“ als passend.
Mit Verlaub, manch‘ vermeintliche „Poesie“ erscheint analog zu den Selbsteinschätzungen der Teilnehmer/innen sog. Darbietungsshows des Fernsehens.

Sieh mir bitte nach, dass ich dir nicht folgte, als du mir Franz Graefe (F.G.) wie Sauerbier antrugst und allen Ernstes meintest, F.G. könne einem erklären, wie das mit „dem Geistigen richtig geht“.

Bereits die F.G‘schen Interpretationen der Bilder von Bô Yin Râ gehen an der geistigen Wirklichkeit vorbei und ersetzen diese Wirklichkeit durch rein subjektive Vorstellungen. Man denke nur an das Bild „Weihenacht“.

In den F.G‘schen Büchern erfolgt eine Steigerung dieser subjektiven Vorstellungen zu einem Konglomerat von Vorstellungswelten, denen man Wahnhaftigkeit kaum noch abzusprechen vermag.

Insgesamt erscheint F.G. als einer der Trittbrettfahrer, die sich unter vorgeblicher Berufung auf Bô Yin Râ und „Zeugnisablegung angeblicher Interpretationskompetenz über Bô Yin Râ“ persönliche Aufwertung bei einer bestimmten Sorte von Leser/innen erheischen wollten.

Im übertragenen Wortsinne gesprochen:
Solch‘ wunderliche Blüten wachsen nicht aus Samen des Hortus Conclusus.
Sie stammen nicht einmal mehr vom Wegesrand.

Daher danke ich dir für dein Verständnis!
Viele Grüße
O-I-A

"Es waren keine Worte, die mir mitgeteilt wurden, es war mehr ein Berührtwerden von einem Lebendigen, vom Anfang eines Lebens, durch das der Pulsschlag einer stärkeren Sonne geht. Es kam aus diesem schwebenden Berührtwerden etwas wie die Ahnung eines Dauernden, ein Frohsein, und man konnte vor ihm gar nicht anders als lächeln, mit dem gleichen leisen Lächeln, das neben mir ging."

Serato Offline



Beiträge: 542

17.08.2010 01:13
#23 RE: mann und frau antworten

Lieber O-I-A!
Die "Neue Menschheit" läßt sich nicht mehr vorschreiben, wie sie etwas zu sehen hätte, sie sieht selbst.
Trag lieber mal etwas Freude ins Forum, anstatt an allem nur runzumäkeln.
Dei Gloria Intacta. Serato.

kohle Offline



Beiträge: 218

18.08.2010 12:36
#24 RE: mann und frau antworten

hallo Serato, hallo O-I-A,

Zitat
Sieh mir bitte nach, dass ich dir nicht folgte.......



Solch eine Aufforderung war und ist immer eine Herausforderung für mich. Sie bringt mich meistens näher an meinen Kern als die Bestätigung schöngedachter Kunststücke. Deshalb zählen Kritiker zu meinen "Lieblingsfeinden".... gerade dann, wenn es ein bischen weh tut und ich sauer werd. Auch ein Schwert kann das Herz öffnen.

Diese Erfahrung ist ein Grund, weshalb ich jahrelang in Foren schrieb.

alles gute

kohle

Anna Offline




Beiträge: 68

20.08.2010 06:48
#25 RE: mann und frau antworten

Lieber Kohle,

ein Therapeut hat mal in einer schwierigen Situation zu mir gesagt:

"Da wo es am meisten weh tut, geht es lang..."
Ich bin (mit seiner liebevollen Unterstützung) weitergegangen und er hatte Recht.

Was uns am meisten trifft, trifft auch (meistens) auf uns zu.

Trotzdem: mit einem Schwert das Herz öffnen... eine grausame Vorstellung für mich - zu gewaltsam! Und für mich eher ein Grund, ein Forum zu verlassen.

Es grüßt Dich herzlich, Anna

Lieber Serato,

ich habe anlässlich eines Hochzeitsjubiläums meinem Mann ein 'Gedicht' gewidmet; allerdings würde ich es niemals in diesem Forum veröffentlichen, egal wie gut es nun zum 'Thema' passt oder nicht (ist ausserdem nur für ihn bestimmt).
Danke, dass Du Dein Gedicht hier mit-geteilt hast (und es damit der Kritik von O-I-A aussetzt) - denn wenn alle so denken würden wie ich, wäre dieses Forum viel ärmer.

Liebe Grüße, Anna

Hallo O-I-A,

vielleicht habe ich es überlesen - aber wo hat Serato Dir hier FG wie 'Sauerbier' angetragen? Wo Dir geschrieben, FG könne einem erklären, 'wie das mit dem Geistigen richtig geht'? Ich kann mich nicht an dergleichen erinnern. Sollte Serato es in einer PN getan haben, bin ich der Meinung, dass es in einer PN beantwortet gehört und nicht hier öffentlich im Forum. Gehört für mich zu den sinnvollen Spielregeln.

Viele Grüße,
Anna

kohle Offline



Beiträge: 218

20.08.2010 11:27
#26 Leid als Wegbereiter für die Liebe antworten

hallo Anna,

Zitat
"Da wo es am meisten weh tut, geht es lang..."
Ich bin (mit seiner liebevollen Unterstützung) weitergegangen und er hatte Recht



Ohne liebevolle geistige Unterstützung ist das auch für mich nicht möglich. So wie ich Serato lese, fühlt auch er die Ausstrahlung der Literatur Bo Yin Ras als liebevolle Zuwendung.

Das Herz mit dem Schwert öffnen, entspricht meiner Vorstellung der Symbolfigur von Nemesis für das Recht. Unbeeindruckt (mit verbunden Augen)ent-scheidet sie mit dem Schwert- unausweichlich wie das Schicksal, mal etwas dramatisch ausgedrückt. Aber die Wirklichkeit fühlt sich für mich manchmal so an. Doch im Forum können wir ausweichen. Darum eignet es sich als eine Spielwiese für das Leben.

vor einigen Jahren schrieb ich Gedichte in verschiedenen lyrischen Foren. Da hagelte es meist heftige Kritik. Das nahm sensiblen Menschen oft den Mut, ihre einfühlsamen Gedichte einzustellen.

Diese Reaktion ist meiner Erfahrung nach nur mit ein wenig Nüchternheit zu überwinden. Doch wie die Wellen der eigenen Erregung glätten? Das kann ich nur durch liebevolle Unterstützung von innen oder außen erleben. Diese Liebe bindet nicht, sie löst auf. Es ist keine Methode, denn zuerst muss der persönliche Kummer in Stille ertragen werden. Das ist das Schwert. Danach können die Wunden heilen, mit dem Balsam der alles wieder auflösenden Liebe.

alles liebe
in diesem Sinne

kohle

O-I-A ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2010 16:19
#27 RE: Leid als Wegbereiter für die Liebe antworten

Grüß‘ Dich Lieblingsfeind, äh, Kohle,

Feindschaft und Schwert erscheinen viel zu hoch gegriffen, hören sich in der Wortwahl aber schön dramatisch an.

Abgeleitet von der Notwendigkeit geistiger Formung handelte es sich lediglich um eine persönliche Abgrenzung.

Wer meint, Inhalte aus PN in diversen Beiträgen hier im Forum heranziehen zu müssen, muss damit leben können, eine Reaktion zu erhalten, die zurück ruft, wie es aus dem „Walde“ heraus schallt.
Nicht weil diese Reaktion notwendig war, allein, weil es mir so gefällt.

Infolgedessen ging es nie um eine „Herzöffnung“, lediglich um ein „vade retro“, das ausweislich der gezeigten Reaktion darauf vom Empfänger sehr genau verstanden wurde.

Bei Annahme sog. „Ausstrahlung der Literatur“ sollte man Vorsicht walten lassen.
Weit eher handelt es sich um Reflexionen eigener Vorstellungen bzw. Imagination, die auf Gegenstände projiziert wird, etwa wie man es in Kindertagen mit seinem/r Lieblingsstofftier/-puppe hielt, um nur dieses kleine Beispiel zu nennen.

Über das Lehrwerk zur eigenen Formung, darüber zur seelischen Empfindungswahrnehmung dessen zu gelangen, was einen selbst als Menschen ausmachte, bevor man sich selbstvergessen das Kleid der Erde überzog, was einen hier in geistiger Wirklichkeit ausmacht und nach Ablegung dieses Kleides weiterhin ausmachen wird, darum geht es.

Wofür man in der Lage ist, sich zu bereiten, verwirklicht sich im Innersten.

Vielfach wird die eigene Formung mit Vorstellungen belastet verfolgt, beispielsweise was einem wie angenehmerweise wann zu begegnen hat.
Die zumeist über lange Zeiträume von eigener Kraft gebildete und genährte Fehlvorstellung fühlt sich angegriffen, weil sie sich sogar mit dem eigenen Selbst zumindest teilidentisch fühlt.
Treten Hinweise, in seltenen Fällen vielleicht sogar Antworten, auf andere als die vorgestellte Art und Weise heran, ist das sowohl reflexartig wie nahezu hysterische „Zeter und Mordio-Geschreie“ die animalisch-emotional überschäumende Primärreaktion obwohl realiter das Selbst zu keinem Zeitpunkt angegriffen wurde.
In dieser Primärreaktion wird leider vielfach ohne jegliche Reflexion und Analyse verharrt, denn beides führte zur Überwindung der Fehlvorstellungsperipherie, die sich als von eigener Kraft genährtes „Monster“ gegen sein Vergehen wehrt und wegen der anscheinenden (Teil-)Identitätsempfindung den Eindruck erweckt, es ginge um das Vergehen des eigenen Selbst.

In nüchterner Vergegenwärtigung ergibt sich der Unterschied im Umgang zu allem, was einem alles in diesem vergleichsweise kurzen Dasein in der Symbiose mit dem Tragertierkörper begegnet und gar nicht das ewige Selbst angreift.

Um mit der Aussage über dem Orakel von Delphi abzuschließen, die da heißt: „Erkenne Dich selbst!“, gelingt darüber zuverlässig die Abgrenzung zu dem, was dieses Selbst war, ist und bleiben wird und was zur oktroyierten, angenommenen bzw. angewöhnten Fehlvorstellungsperipherie des Selbst gehört, das bei fortschreitender Traumzustandsüberwindung vergeht.
Geschehe jenes Vergehen bereits in der Zeitspanne dieses Lebens!

Ebenso viele Grüße in diesem Sinne!
O-I-A

P.S.
Vielleicht sollte Albert den Thread ab „Seratos Antwort“ vom 15.07.2010, 19:18 Uhr unter die Buchüberschrift „Geist und Form“ verschieben?
Damit wird der ursprüngliche Thread nicht weiter zerfasert und das Intermezzo gehört thematisch eher dort hin, weil die Kapitel viel Antwort von Innen her über die aufgeschienenen Aspekte zu geben in der Lage sind.
Natürlich nur, wenn die anderen Beitragsschreiber/innen dieses Einschubs damit einverstanden sind.

"Es waren keine Worte, die mir mitgeteilt wurden, es war mehr ein Berührtwerden von einem Lebendigen, vom Anfang eines Lebens, durch das der Pulsschlag einer stärkeren Sonne geht. Es kam aus diesem schwebenden Berührtwerden etwas wie die Ahnung eines Dauernden, ein Frohsein, und man konnte vor ihm gar nicht anders als lächeln, mit dem gleichen leisen Lächeln, das neben mir ging."

kohle Offline



Beiträge: 218

20.08.2010 21:45
#28 RE: Leid als Wegbereiter für die Liebe antworten

hallo O-I-A,

nein, keine Lieblingsfeindschaften . Ich spüre keine Opposition in mir. Deine Antwort habe ich nur kurz überflogen. Sie ist anders als gewohnt. Anfang nächster Woche tauche ich in die für mich erreichbaren Tiefen deiner Antwort und werde etwas über die möglicherweise gefunden Perlen schreiben.

ich freue mich darauf

kohlchen

kohle Offline



Beiträge: 218

23.08.2010 16:46
#29 RE: Leid als Wegbereiter für die Liebe antworten

HallO-I-A

Zitat
>Feindschaft und Schwert erscheinen viel zu hoch gegriffen, hören sich in der Wortwahl aber schön dramatisch an.

>Abgeleitet von der Notwendigkeit geistiger Formung handelte es sich lediglich um eine persönliche Abgrenzung.

>Wer meint, Inhalte aus PN in diversen Beiträgen hier im Forum heranziehen zu müssen, muss damit leben können, eine Reaktion zu erhalten, die zurück ruft, wie es aus dem „Walde“ heraus schallt.
Nicht weil diese Reaktion notwendig war, allein, weil es mir so gefällt.
>Infolgedessen ging es nie um eine „Herzöffnung“, lediglich um ein „vade retro“, das ausweislich der gezeigten Reaktion darauf vom Empfänger sehr genau verstanden wurde.



Ich möchte mit Begegnungen solcher oder anderer Art leben lernen. Ob mir wohl dabei ist oder es mir missfällt, ich muss dann dadurch und zunächst die eigenen Reaktionen auf mich einwirken lassen. Was dann in mir so hochkommt, kann ich manchmal mit Schwert und Liebe (=Lieblingsfeindschaft) vergleichen. Solch ein Umgang dabei mit mir selbst baute oft eigene verborgene Ressentiments ab. Das bewirkt wie jede andere Änderung an mir auch Dramatik und danach Schönheit – wenn man so etwas überhaupt möchte. Vielleicht klingt das ja etwas nach Askese, ist es für mich aber nicht. Die Dramatik verliert ihren Boden in der Selbstergründung, löst sich auf vor dem Hintergrund von Schönheit nicht verwelkenden Ursprungs.

Zitat
>Bei Annahme sog. „Ausstrahlung der Literatur“ sollte man Vorsicht walten lassen.
>Weit eher handelt es sich um Reflexionen eigener Vorstellungen bzw. Imagination, die auf Gegenstände projiziert wird, etwa wie man es in Kindertagen mit seinem/r Lieblingsstofftier/-puppe hielt, um nur dieses kleine Beispiel zu nennen.



Auch das sind Stufen, die zu einer Begegnung mit mir selbst führen – wenn ich diese Stufen wieder hinter mir lassen kann. Vorsicht ist geboten, denn diese Stufen wirken nicht nur magisch sondern auch magnetisch anhaftend. Hier hilft für eine Trennung manchmal nur noch das Schwert. Jedoch es sollte von der Qualität sein, mit der mein innerster Anker geschmiedet ist. Stille werden, nach innen spüren, ertragen und sich drauf einlassen.

Zitat
>Über das Lehrwerk zur eigenen Formung, darüber zur seelischen Empfindungswahrnehmung dessen zu gelangen, was einen selbst als Menschen ausmachte, bevor man sich selbstvergessen das Kleid der Erde überzog, was einen hier in geistiger Wirklichkeit ausmacht und nach Ablegung dieses Kleides weiterhin ausmachen wird, darum geht es.

>Wofür man in der Lage ist, sich zu bereiten, verwirklicht sich im Innersten.

>Vielfach wird die eigene Formung mit Vorstellungen belastet verfolgt, beispielsweise was einem wie angenehmerweise wann zu begegnen hat.



Das kann ich an meiner Person bestätigen

Zitat
>Die zumeist über lange Zeiträume von eigener Kraft gebildete und genährte Fehlvorstellung fühlt sich angegriffen, weil sie sich sogar mit dem eigenen Selbst zumindest teilidentisch fühlt.
Treten Hinweise, in seltenen Fällen vielleicht sogar Antworten, auf andere als die vorgestellte Art und Weise heran, ist das sowohl reflexartig wie nahezu hysterische „Zeter und Mordio-Geschreie“ die animalisch-emotional überschäumende Primärreaktion obwohl realiter das Selbst zu keinem Zeitpunkt angegriffen wurde.
In dieser Primärreaktion wird leider vielfach ohne jegliche Reflexion und Analyse verharrt, denn beides führte zur Überwindung der Fehlvorstellungsperipherie, die sich als von eigener Kraft genährtes „Monster“ gegen sein Vergehen wehrt und wegen der anscheinenden (Teil-)Identitätsempfindung den Eindruck erweckt, es ginge um das Vergehen des eigenen Selbst.



Auch deine Worte erinnern mich an die Metapher vom Schwert. Präzise geführt legt es (oder deine Worte) durch das Gewühl meiner Emotionen und Gedanken („selbstgenährte Fehlvorstellungen“) einen Schacht zum Licht frei. Dieses Licht tropft nicht aus hellen Gefühlen. Es ist der blanke Strahl der Klingen des Schwertes. Dramatisch und Schaurig erfahre ich die „Zeter- und Mordio-Szenarie“ meiner sich aufbäumenden Scheinidentität. Übrig bleibt Transparenz, die nicht erkannt aber doch erfahren/erlebt werden kann.

Zitat
>In nüchterner Vergegenwärtigung ergibt sich der Unterschied im Umgang zu allem, was einem alles in diesem vergleichsweise kurzen Dasein in der Symbiose mit dem Tragertierkörper begegnet und gar nicht das ewige Selbst angreift.



Es bleibt jedoch die Unmöglichkeit, das ewige Selbst mit dem Verstand mittig einzuordnen und in Relation zur „Peripherie“ zu setzen. Wenn das ewige Selbst „spricht“, muss der Verstand schweigen. Er darf dann aber „Gehörtes“ übersetzen.

Zitat
>Um mit der Aussage über dem Orakel von Delphi abzuschließen, die da heißt: „Erkenne Dich selbst!“, gelingt darüber zuverlässig die Abgrenzung zu dem, was dieses Selbst war, ist und bleiben wird und was zur oktroyierten, angenommenen bzw. angewöhnten Fehlvorstellungsperipherie des Selbst gehört, das bei fortschreitender Traumzustandsüberwindung vergeht.
>Geschehe jenes Vergehen bereits in der Zeitspanne dieses Lebens!



Ja, O-I-A. Danke für das Erlebnis mit diesem Beitrag



kohlchen

O-I-A ( gelöscht )
Beiträge:

25.08.2010 11:53
#30 Leidentwertung als Wegbereiter antworten

Grüß‘ dich Kohle,

Dem Grunde nach bedienst du dich einer anderen Wortwahl als ich.
Das steht empfindendem Verstehen nicht entgegen, betrifft es übereinstimmendes Erleben lediglich in der Ausformung unterschiedlicher Individualität.

Meines Erachtens sollte man auch das von dir beschriebene „damit Leben lernen“ nicht so hoch hängen.

„Vergegenwärtigen“ meinte keinesfalls geistige Erschließung über den Verstand.
Jedoch schadet es nicht, dem Lehrwerk folgend, das Erlebte bzw. Erfahrene nach den Grundsätzen deduktiv kausaler Logik zu überprüfen.
Das Ergebnis vermag sich dergestalt eigenem Empfinden bzw. Nachempfinden zu erschließen und schließt den Verstand - soweit dieser reichen kann - nicht aus.

In Abgrenzungen ist realiter kein Angriff enthalten.
Wohl aber wird eine Lösungsmöglichkeit von Verstrickungen dargestellt, die man sich durch Verarbeitung (Empfindung) gemäß seiner Individualität zu Eigen machen kann, sofern und soweit das gewollt wird.
Die Metapher „Schwert“ erscheint mir nach wie vor als nicht so wirklich „passend“, weswegen ich es anders ausdrücken möchte: Erst die eigene Überwindung der selbst genährten Fehlvorstellungen und Verstrickungen ermöglicht es, die immer gegenwärtig seiende Hilfe aus hohem Leuchten erkennen und annehmen zu können, ohne die es nicht geht.
Diese Arbeit an sich selbst ist höchstpersönlicher Natur und kann nicht ersetzt oder beschleunigt werden.
Andere Sichtweisen, so fernstehend diese zunächst scheinen, können erst in der Art der eigenen Verarbeitung, also im Ergebnis hilfreich wirken. Selbst wenn zunächst alles auf Abwehr „schaltet“.

Bisherige Verstrickungen bedeuten den Verstrickten - unbewusst oder sogar bewusst - Halt und Sicherheit, während deren status quo für nicht oder nicht so verstrickte Menschen wie eine Fesselung bzw. wie Eingesponnen sein in einem Kokon, anmutet.
Diese Verstrickungen bedeuten (kollektiv-)hypnotische Verhinderung auch nur den Versuch einer Alternative wagen zu wollen, den tatsächlichen, ewigen Halt in sich zu finden, der keiner Verstrickungen bedarf.

Die schlafende Seele, die lediglich träumt wach zu sein, wehrt scheinbar folgerichtig alles ab, das diesen als Wachheit erlebten, scheinbaren Sicherheitszustand, tatsächlich aber schlafenden Traumzustand, auch nur annähernd in der Lage sein könnte zu stören.
Das die eigene Empfindungsentfaltung behindernde „sich gestört fühlen Empfinden“ kann abgebaut oder subjektiv verstärkt werden.

Abgrenzung bedeutet Widerstand und zugleich anderes Beispiel zu eigener Empfindung.
Am Widerstand könnte man sich aufrichten und sich ent-wickeln oder beispielsweise in Wut und Zorn geraten, weil Widerstand animalisch angefeuert nur allzu vorschnell und gerne als Angriff übersetzt wird.

Zu diesen Verstrickungen gehören u.a. Theosophie, Anthroposophie, das Rosenkreuzertum und vieles andere mehr. Den Grund ewiger Wirklichkeit dafür findet man in seinem Innersten.
Infolgedessen braucht niemand ob seiner Verstrickungen bekämpft oder angegriffen zu werden.

Allerdings darf man sich dagegen verwahren, mit „derlei Zeug zugeschmissen und zugetextet“ zu werden.
(Bsp. Zeugen Jehovas zum x-ten Male an der Tür: „Guten Tag, wir bringen ihnen Gott ins Haus!“ „Prima, dann geben sie mir mal ein halbes Pfund davon!“ Unerklärlicherweise kamen sie danach nie wieder, während sie auf mehrmals vorherige, freundliche Ablehnung ihres Ansinnens regelmäßig wieder erschienen …)

Formung, die sich von all‘ diesem aus innerem Erleben abgrenzt, verstört vielfach jene, die sich in diesem Leben noch nicht oder gar nicht in der Lage sehen, Alternativen zu ihrer bisherigen (kollektiv-)hypnotisch „gebannten“ Empfindungsfähigkeit zulassen zu können.

Solange diese Verstrickungen das eigene Sein vergleichsweise wie ein Myzel durchziehen, reagiert das Gesamte als Einheit reflexartig abwehrend und differenziert vielfach auf keiner Ebene ob es sich realiter um einen Angriff handelt.
Man fühlt sich in tradiertem „Bann“ instinktiv vollständig angegriffen und basta!
Für viele Leute stellt es willkommenes Erleben dar, sich in den Empfindungen von Zorn und Wut selbst wahrnehmen zu können, solange noch nicht Wandlung aller Kräfte auf das hohe Ziel hin im Vordergrund steht.

Bildhaft gesprochen, durch myzelartige Verstrickung wird die Empfindung scheinbar bestätigt, auch das ewige Selbst sei Opfer eines Angriffs geworden.
Undifferenziert und zumeist ungehemmt wird auf allen Ebenen „zurück geschossen“, obwohl nie ein Angriff vorlag.

Das noch nicht dem ewig Geistigen gemäß Geformte verbindet sich mit all‘ den anderen, die in der derselben Situation sind. Dieser Kreis „befeuert“ eigenes Empfinden und Erleben mit.

Dabei handelt es sich um die im Lehrwerk beschriebene, erlebbare Tatsache, unbewusst oder bewusst mit all‘ jenem und all‘ denen in Verbindung zu stehen, die in derselben Richtung „streben“ und vielleicht noch ergänzend relativ vergleichbarer „Stufe“ (oder wie man es bezeichnen mag) zugehören.
Insgesamt ist alles viel einfacher, als es meine Worte vielleicht scheinen lassen.
Diese Einfachheit darf dem eigenen Empfindungsvermögen und Erlebenkönnen anheimgestellt werden und bleiben. Das Lehrwerk ist und bleibt die „Wegbeschreibung“, nicht meine Worte.

Viele Grüße!
O-I-A

"Es waren keine Worte, die mir mitgeteilt wurden, es war mehr ein Berührtwerden von einem Lebendigen, vom Anfang eines Lebens, durch das der Pulsschlag einer stärkeren Sonne geht. Es kam aus diesem schwebenden Berührtwerden etwas wie die Ahnung eines Dauernden, ein Frohsein, und man konnte vor ihm gar nicht anders als lächeln, mit dem gleichen leisen Lächeln, das neben mir ging."

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