Bô Yin Râ gibt in dem Buch "Das Buch vom Jenseits" in dem Kapitel "Die Kunst des Sterbens" Ratschläge, wie wir "Sterben lernen können".
Hierzu schreibt er folgendes:
Zitat Anfang: Das Wesentliche dieser Kunst besteht darin, daß man jederzeit, — inmitten von Zukunftsplänen und regester Tätigkeit, bei blühender Gesundheit und frischester Kraft, — in fröhlicher Heiterkeit und siche- rer Zuversicht bereit ist, das „andere Ufer” für die Dauer zu betreten, — ohne die Mög- lichkeit einer Rückkehr.
Zitat Ende
Bô Yin Râ macht im Weiteren darauf aufmerksam, dass es ein Zustand des Gemüts sei, der gefordert wird und der nicht jedem Menschem leicht erreichbar erscheinen mag. Er schreibt auch, dass, obwohl es nicht jedem Menschen leicht fallen wird, "nur dieser Zustand allein das rechte Sterbenkönnen bedinge".
Weiter kann man hier lesen:
Zitat Anfang:
Richtig und froh auf der Erde zu leben, versteht aber erst der Mensch, der den Zu- stand der Bereitschaft zu sterben, täglich und stündlich willkürlich in sich zu er- zeugen vermag, — frei von jeglicher Furcht und von jeder Traurigkeit. — —
Zitat Ende
Ich verstehe diese Aussagen Bô Yin Râs in einer doppelten Bedeutung, zum Einen im tatsächlichen Sinn, d.h. um sich wirklich auf ein Leben im Jenseits vorzubereiten und zum Anderen - und dieses glaube ich dem zweiten Zitat entnehmen zu können - darin, sein persönliches Ich langsam sterben zu lassen, um dem großen "Ich" oder "Selbst" in uns, also in der Sprache BYRs dem göttlichen "Ich Bin" die Möglichkeit zum Wachsen und Aufwachen zu geben. Vielleicht ist auch der Ausspruch des Paulus: "Ich sterbe täglich" so gemeint.
Kann man diesen von BYR gewünschten Zustand jederzeit willkürlich in sich erzeugen?
Hiezu gehört auch der Spruch von Paulus "..vielmehr nicht ich lebe, sondern Christus in mir.."
Das was hier gemeint ist, wurde mir klar, als ich - wieder einmal - DAS GELOEBNIS aus dem Buch "Worte des Lebens" las. So weit zu kommen, ist vermutlich bei den Meisten ein fast lebenslanger Prozess. Es bedingt ein "Loslassen" alles Irdischen. Die Erkenntnis, dass die ganze äussere Welt ein "Spiegel" ist, der uns erlaubt, über diesen Umweg zu uns selber zu kommen. Welterkenntnis ist Selbsterkenntnis, wenn wir es richtig auffassen. Anders gesagt: Alles ist in uns. Siehe hiezu auch das Mantra: