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Bô Yin Râ - Forum
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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 838 mal aufgerufen
 Das Buch der königlichen Kunst
Seiten 1 | 2
HansB22 Offline



Beiträge: 175

27.03.2014 14:25
worum es geht antworten

Liebe Leser,

am Anfang des Lehrwerkes werden wichtige Aussagen darüber getroffen, worum es Bo Yin Ra geht.
Er schreibt im Buch der königlichen Kunst, S.13:
"Ich will Dir vom Wege sagen, den ich selbst gegangen bin.

Ich will den Weg Dir zeigen, zu dem ich selbst geworden bin."

Warum will Bo Yin Ra dies tun?

Wenn es sich nicht um bloße Selbstdarstellung handelt, dann will Bo Yin Ra dem Leser etwas zeigen, das dieser vielleicht auch erreichen kann. Es handelt sich dabei um zwei wichtige Etappen. Die erste ist der Weg zu Gott. Es ist ein gangbarer Weg, den Bo Yin Ra selbst gegangen ist und welcher notwendig vor dem zweiten Schritt steht. In diesem zweiten Schritt zeigt Bo Yin Ra, wie es nach der Vereinigung weiter geht ("der Weg zu dem ich geworden bin"). Mit dem Eintritt in eine innere Gemeinschaft beginnt eine neue Etappe auf dem Weg. Eine neue Qualität.

Dass es sich bei diesen Dingen um etwas handelt, dass sich nicht automatisch auf den Leser überträgt, bringt Bo Yin Ra im Buch "Der Weg zu Gott" deutlich zum Ausdruck. Dort heisst es auf S. 76:
"Du kannst für dich nur deine eigene Vollendung in dir selbst erreichen und eines jeden Anderen Vollendung kann dir nur zum Ansporn werden, auch die deine in dir selbst zu suchen.
Des Anderen Vollendung ist die deine nicht und kann dir nie ersetzen, was du in dir selber versäumst"

Im Lehrwerk geht es demnach darum, dem Leser eine Möglichkeit für das eigene Erleben aufzuzeigen, die sich aber nicht durch die Lektüre von Texten eines Vollendeten erlangen lässt, sondern nur durch die Mühe, den eigenen Weg selbst zu gehen.

Für diesen eigenen Weg zu Gott und später den eigenen Weg in Gott, gibt das Lehrwerk unendlich wertvolle Hilfestellung.

Dieses Forum bietet die Möglichkeit, über eigene Erfahrungen beim Beschreiten des eigenen Weges und die Verbindung zum Lehrwerk zu berichten.

Aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, dass auch meine Beiträge lediglich meiner eigenen Erfahrung entsprechen, gerne aber dazu auffordern möchten, die ein oder andere erfolgreiche Herangehensweise selbst auszuprobieren. Mein Focus liegt jedoch nicht mehr auf der Suche nach Gott, sondern darauf wie sich das Leben danach gestaltet. Dies mag die eine oder andere Verwirrung hervorzurufen geeignet sein, wenn das Lehrwerk nur als für einen selbst unerreichbarer Weg zu Gott betrachtet wird. Dies einmal deutlich auszusprechen erschien mir notwendig.

Viele Grüße
HansB22

Serato Offline



Beiträge: 542

27.03.2014 22:41
#2 RE: worum es geht antworten

Hallo, Hans B22!

Zitat:
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dass es sich bei diesen Dingen um etwas handelt, dass sich nicht automatisch auf den Leser überträgt, bringt Bo Yin Ra im Buch "Der Weg zu Gott" deutlich zum Ausdruck. Dort heisst es auf S. 76:
"Du kannst für dich nur deine eigene Vollendung in dir selbst erreichen und eines jeden Anderen Vollendung kann dir nur zum Ansporn werden, auch die deine in dir selbst zu suchen.
Des Anderen Vollendung ist die deine nicht und kann dir nie ersetzen, was du in dir selber versäumst"

Im Lehrwerk geht es demnach darum, dem Leser eine Möglichkeit für das eigene Erleben aufzuzeigen, die sich aber nicht durch die Lektüre von Texten eines Vollendeten erlangen lässt, sondern nur durch die Mühe, den eigenen Weg selbst zu gehen.

Für diesen eigenen Weg zu Gott und später den eigenen Weg in Gott, gibt das Lehrwerk unendlich wertvolle Hilfestellung.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ja, so hatte ich das auch verstanden in dieser feinen aber notwendigen Unterscheidung. Sich einfach nur „hochlesen“, das reicht nicht aus.

Liebe Grüße
Serato.

Serato Offline



Beiträge: 542

28.03.2014 01:37
#3 RE: worum es geht antworten

P.S.

Auch wenn das „Hochlesen“ nicht ausreicht ist es doch Weg um vorerst Handlungsfreiheit zu erlangen.

L.G.
Serato.

Martin S Offline



Beiträge: 47

31.03.2014 11:26
#4 RE: worum es geht antworten

Hallo

Bei dieser Gelegenheit zwei "Lehrdichte"..... Sie schliessen auch Warnungen ein.


Aus Über den Alltag:

VERPFLICHTUNG

Sei zuerst des Wortes Sprecher!
Seine Form sei dir der Becher,
Sinn und Sage einzutrinken,
Sollen sie zu Herzen sinken. —

Doch, vergiß dich nicht! Und später
Werde dann des Wortes Täter!
Wirke ihm in weiser Waltung
Wahrhaft würdige Gestaltung!

Dann erst hast du abgetragen
Deine Schuld, gehörter Lehre,
Strebt dein Tun darnach, zu sagen,
Was der Lehre Ehre mehre!
------------------------------------

Aus Marginalien:

GEFAHR DER NÄHE

Ihr, die ihr nahe mich meintet
Voreinst wohl eueren Zeichen,
Ihr bleibt mir unvergessen
Und lieb als die Gleichen,
Die ihr gewesen und heute
Noch sein mögt in euren Bereichen!

Müßten wir heute jedoch uns
Nochmals begegnen,
Wäre gewiß die Begegnung
Mitnichten zu segnen.

Wahrlich, uns trennt nicht
Die Weite der weitfernsten Sterne!
Nur, wo ihr nahe euch meinet,
Scheidet uns schaurige Ferne !

----------------------------------

Entschuldigung und herzlichst aus Holland

Martin

HansB22 Offline



Beiträge: 175

31.03.2014 14:24
#5 RE: worum es geht antworten

Hallo,

hier noch ein Zitat aus dem Buch Marginalien (welches nicht zum Lehrwerk gehört):

"Urgesetz

Ich kann es nicht vermeiden,
Daß alles mir entschwindet,
Was nicht in Lieb und Leiden
Sich gänzlich mir verbindet.

Ich kann mir nicht vereinen,
Was mir nicht selbst sich gibt,
lm Willen eins dem meinen,
Und mich in Wahrheit liebt."

Grüße

HansB22

Serato Offline



Beiträge: 542

31.03.2014 19:52
#6 RE: worum es geht antworten

Hallo, MartinS!

Zitat:

„Müßten wir heute jedoch uns
Nochmals begegnen,
Wäre gewiß die Begegnung
Mitnichten zu segnen.“

Finde ich in seiner Aussagequalität recht merkwürdig, gehört ja auch nicht zum Lehrwerk.
Außerhalb dessen scheint ja auch Bo Yin Ra Entscheidungsfreiheit zu haben.

meint Serato.

Serato Offline



Beiträge: 542

31.03.2014 19:58
#7 RE: worum es geht antworten

Hallo, HansB22!

Zitat:

„Ich kann mir nicht vereinen,
Was mir nicht selbst sich gibt,
lm Willen eins dem meinen,
Und mich in Wahrheit liebt."

Und stellt sich da nicht der „Bringer des Lichts der Sonne“ über das Licht aus dem er selber lebt? Verlangte Liebe? Zu sich?

Andere seiner Worte besagen doch „liebe ein wenig das Licht in allem Leuchten.“

Auch sehr merkwürdig

meint Serato.

kohle Offline



Beiträge: 218

01.04.2014 00:07
#8 RE: worum es geht antworten

hallo Serato,

Zitat
„Müßten wir heute jedoch uns
Nochmals begegnen,
Wäre gewiß die Begegnung
Mitnichten zu segnen.“



für mich macht der Vers im Zussammenhang mit den beiden anderen Sinn.

GEFAHR DER NÄHE

Ihr, die ihr nahe mich meintet
Voreinst wohl eueren Zeichen,
Ihr bleibt mir unvergessen
Und lieb als die Gleichen,
Die ihr gewesen und heute
Noch sein mögt in euren Bereichen!

Einstige menschliche Nähe als ehemalige Bindungen

Müßten wir heute jedoch uns
Nochmals begegnen,
Wäre gewiß die Begegnung
Mitnichten zu segnen.

Die Bindung ist weggefallen. Ihre Nähe ist von Magie, von Segen entbunden.

Wahrlich, uns trennt nicht
Die Weite der weitfernsten Sterne!
Nur, wo ihr nahe euch meinet,
Scheidet uns schaurige Ferne !

Dieser Vers gibt mir die Erklärung:

gemeinsame Erinnerungen sind da

innere Gemeinsamkeiten fehlen




Ein Gleichnis dieser "Entfremdung" finde ich in der Bibel. Maria und Joseph vermissen ihren Sohn Jesus, der im Tempel ist. Er teilt ihre Sorge nicht und sagt:"Wusstet Ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?" Sie verstehen ihn nicht (mehr).

so ähnlich meine ich es

kohle

HansB22 Offline



Beiträge: 175

01.04.2014 12:05
#9 RE: worum es geht antworten

Zitat
Zitat:

„Ich kann mir nicht vereinen,
Was mir nicht selbst sich gibt,
lm Willen eins dem meinen,
Und mich in Wahrheit liebt."

Und stellt sich da nicht der „Bringer des Lichts der Sonne“ über das Licht aus dem er selber lebt? Verlangte Liebe? Zu sich?

Andere seiner Worte besagen doch „liebe ein wenig das Licht in allem Leuchten.“

Auch sehr merkwürdig

meint Serato.



In diesem Vers spricht der Bringer des Lichts im Namen des Lichts selbst. Aus den Zeilen spricht einer, der mit den ldU untrennbar verbunden ist.

meint
HansB22

Serato Offline



Beiträge: 542

01.04.2014 16:21
#10 RE: worum es geht antworten

Grüß Dich, Kohle!

Mit diesem Hintergrund wird auch mir der Vers verständlicher. Das Gleichnis ist passend. Danke

sagt Serato.

Und für Hans B22…..danke…..das Licht spricht sich selber aus….die erste Selbstaussprache des Urlichts….ist unpersönlich.

Die Story ist aber fiktiv, ich möchte sie nicht weiterverfolgen.

Liebe Grüße von Serato.

HansB22 Offline



Beiträge: 175

02.04.2014 11:39
#11 RE: worum es geht antworten

Zitat
Und für Hans B22…..danke…..das Licht spricht sich selber aus….die erste Selbstaussprache des Urlichts….ist unpersönlich.

Die Story ist aber fiktiv, ich möchte sie nicht weiterverfolgen.



*doppelseufz*

Es geht im gesamten Lehrwerk um die ewige Perspektive des Urlichts, die eben eine andere ist, als unsere persönliche, irdischen Begrenzungen unterliegende. Nachdem Bo Yin Ra den Weg gegangen ist und selbst zum Weg geworden ist - was bedeutet denn dies? - hat er sich selbst im Urlicht erkannt und spricht aus dieser "neuen" Perspektive.
Hier noch mal eine kleine Erinnerung aus dem Buch der königlichen Kunst, S. 14:

"Wer zur Sonne verbrannte, ist mit allen
Sonnen vereinigt. —

Du weißt nicht, welcher Sonnen Licht
in meinem Lichte dir leuchtet!

Ziehe nicht Grenzen der Willkür!

[...]

Willst du dem Lichte nahen, so gib
den Widerstand auf! "

Durch diesen Perspektivwechsel vom irdisch Vergänglichen zum ewigen Urlicht kommt es auch dazu, dass die innere Gemeinsamkeit mit denen fehlt, die diesen Wandel für sich noch nicht erfahren haben, egal wie viel man in dieser irdischen Welt gemeinsam erlebt hat. Genau das ist auch mit dem Gleichnis der Entfremdung gemeint, welches Kohle zitiert hat.

LG
HansB22

Serato Offline



Beiträge: 542

15.04.2014 19:48
#12 RE: worum es geht antworten

Hallo, noch ein Ansatz zu dem Beitrag von Hans B22 vom 27.3.2014:

Zitat:
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„Am Anfang des Lehrwerkes werden wichtige Aussagen darüber getroffen, worum es Bo Yin Ra geht.
Er schreibt im Buch der königlichen Kunst, S.13:
"Ich will Dir vom Wege sagen, den ich selbst gegangen bin.

Ich will den Weg Dir zeigen, zu dem ich selbst geworden bin."

Warum will Bo Yin Ra dies tun?

Wenn es sich nicht um bloße Selbstdarstellung handelt, dann will Bo Yin Ra dem Leser etwas zeigen, das dieser vielleicht auch erreichen kann.“
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat Ende.

Ja, warum sollte er dies sonst tun?

Passend zum vorangegangenen Thema gibt es im Buch „Mysterium von Golgatha“, Seite 195 für mich einen Hinweis, eine Frage: Kapitel „Aufnahme in die „Weiße Loge“.

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die „Aufnahme“ ist nichts anderes als die Folge einer Jahrtausende vor der Geburt freiwillig übernommenen Verpflichtung.
Diese Verpflichtung geschieht in einem g e i s t i g e m Zustand, der dem Erdenmenschen bewußtseinsfremd bleibt, obwohl ihn jeder auf Erden Geborene einst durchlaufen hat.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat Ende.

BYR hat ja mehrmals betont, daß die Unterscheidung dessen, was der LdU und was der Erdenmansch zu erleben fähig ist nicht scharf unterschieden ist in den Texten.
Bezieht sich dieser Satz

„obwohl ihn jeder auf Erden Geborene einst durchlaufen hat“

nur auf die zum LdU auserkorenen oder hat ihn jeder Erdenmensch einst durchlaufen?

Mit lieben Grüßen
Serato.

Zeddicus Offline



Beiträge: 39

29.04.2014 23:49
#13 RE: worum es geht antworten

Hallo Serato,
was an: "jeder auf Erden Geborene"
verstehst Du nicht ? :-)

Serato Offline



Beiträge: 542

02.05.2014 14:26
#14 RE: worum es geht antworten

Hallo, Zeddicus!

Nun weil es im vorangegangenem Satz heißt:
„Niemand kann zu uns gehören, der nicht schon, wie bereits gesagt, vor seiner Geburt im Erdenkörper zu uns gehörte.“

Das betrifft also einige…..

2 Sätze weiter heißt es aber:
„obwohl ihn jeder auf Erden Geborene einst durchlaufen hat.“

Das betrifft alle……

Diesen Widerspruch verstehe ich seit 5 Jahren nicht, so lange ist die Stelle schon in meinem Buch als ungeklärt angestrichen. Was stimmt da nun?

Liebe Grüße
Serato.

kohle Offline



Beiträge: 218

02.05.2014 20:49
#15 RE: worum es geht antworten

hallo Serato:

Das Zitat:

Zitat
Niemand kann zu uns gehören, der nicht
schon, wie oben bereits gesagt, vor seiner Ge-
burt im Erdenkörper zu uns gehörte.
Die „Aufnahme” ist nichts anderes als die
Folge einer Jahrtausende vor der Geburt frei-
willig übernommenen Verpflichtung.

Diese Verpflichtung geschieht in einem
geistigen Zustand
, der dem Erdenmen-
schen bewußtseinsfremd bleibt, obwohl ihn
jeder auf Erden Geborene einst durchlaufen
hat.



verstehe ich so,

dass jeder Mensch ureinst einen geistigen Zustand durchlief, in dem er sich zur "Aufnahme" verpflichten konnte. Nur wer sich dereinst hierzu freiwillig verpflichtete, ist seitdem aufgenommen. Auch wenn es nicht mehr bewusst ist. Doch der Funkte der Zugehörigkeit ist in ihm eingebrannt.

meint kohle

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