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Bô Yin Râ - Forum
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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 291 mal aufgerufen
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Speth Offline



Beiträge: 4

30.04.2013 22:21
Gedanken zum Lehrgedicht " Rat" antworten

Zwei ältere Leser machten mich auf dieses Gedicht aufmerksam, das mir inzwischen schon viele male geholfen hat,
ärgerliche und peinliche Situationen ertragen zu können und wieder fröhlich zu werden.

"Rat"

"Nimm dein Leben wie es ist!
Denke nicht: " So könnt es sein:"
Fluche keinem deiner Tage!
Was du tragen mußt, ertrage!"

Natürlich habe ich immer Pläne und Ziele und ertrage es nur schwer, wenn es anders kommt.
Ich fühle mich im Gedicht "Rat" aufgefordert, meine eigenen Ziele nicht so wichtig zu nehmen. Ich überschaue den Kontext meines Lebens sowieso nur zu einem kleinen Teil und kann auch nicht wissen, ob ein Misserfolg nicht schneller zum Ziel führt als ein Erfolg.
Vertrauen ins eigene Schicksal zu haben, auch wenn es eine Abkürzung über eine schwere Zeit dem Umweg über einen Erfolg vorzieht, das wird hier aus meiner Sicht vorgeschlagen.

"Alles was dir je begegnet,
Segne, und du wirst gesegnet!-"

Statt mich zu ärgern, zu schimpfen und zu fluchen sollten ich lieber so liebevoll wie es in der jeweiligen Tagesform eben geht, alles, auch das Lästige, segnen.
Das ist mein Ziel, von dem ich oft noch sehr weit entfernt bin. Aber ich kenne dieses Ziel nun.
Segnen heißt für mich positive Gedanken suchen und gestalten und positive, licht- und kraftvolle, zuversichtliche geistige Kräfte aus meiner Seele aussenden.
Das geht meist nur ansatzweise und gelingt vielleicht kaum. Es setzt aber etwas höheres in Gang, das es bald leichter macht , so dass es immer besser gelingt.

"Segne, und du wirst gesegnet!:"

Der Segen, den ich aus mir selber habe, ist vielleicht nur ein schwaches Glimmen, das kaum zum erglühen kommt, aber nun habe ich die richtige Richtung und innere Haltung gefunden und erhalte dadurch selber Segen, den ich weiter leiten darf und der in mir immer ersetzt wird, wenn er sich verbraucht hat. Aber immer erst, wenn ich wieder soweit bin, selber liebevoll und segnend in der Welt zu stehen. Nicht nur an guten Tagen, sondern vor allem an Tagen, in denen Wut und Ärger die Seele verdüstern.
Wenn mir das auch nur ansatzweise gelungen ist, verändert sich alles. Ich erlebe mich selber positiver, reiner und klarer und auch die Welt, die mich vorher noch so geärgert hat wird annehmbarer und liebenswerter.

Objektiv hat sich nichts um mich herum geändert.
Mein Ärger und meine Aufregung aber sind ein Stück weit oder gar völlig überwunden. Ich konnte loslassen, was mich vorher festhielt. ich wurde freier und stärker.

Liebe Grüße
Hermann

Serato Offline



Beiträge: 542

01.05.2013 23:06
#2 RE: Gedanken zum Lehrgedicht " Rat" antworten

Grüß Dich, Hermann!
Es hat mich sehr gefreut Deine Gedanken und Taten zu dem Gedicht "Rat" zu lesen. Gerne mehr!
Liebe Grüße
Serato.

HansB22 Offline



Beiträge: 175

08.05.2013 09:45
#3 RE: Gedanken zum Lehrgedicht " Rat" antworten

Hallo Hermann,

"Rat"

"Nimm dein Leben wie es ist!
Denke nicht: " So könnt es sein:"
Fluche keinem deiner Tage!
Was du tragen mußt, ertrage!"


In diesem Rat ist ein Tor "versteckt". Folgt man diesem Rat und lässt ab von allem Wünschen und Wollen, gelangt man in das kraftvolle allgegenwärtige Sein.
Eckhart Tolle unterscheidet zwischen dem Leben und der Lebenssituation. Das Leben ist die kraftvolle, in die Tiefe gehende Ebene, die wir auf unserem Weg zunächst erkennen und dann erspüren, um zu erkennen, dass wir selbst das Leben sind.
Das Leben darf man nicht mit der horizontalen Ebene unserer Lebenssituation verwechseln. Die Lebenssitiation ist mit unserer persönlichen Geschichte verbunden und von unserem Wünschen und Wollen geprägt. Die Lebenssituation kann uns nicht die Erfüllung bringen, nach der wir suchen.
Daher beinhaltet der Rat von Bo Yin Ra, dass wir unsere Lebenssituation so akzeptieren sollen wie sie ist und dass wir die Abweichung zwischen den Lebensumständen und dem wie wir sie gerne hätten, aushalten sollen. Durch die Befolgung dieses Rates gelangen wir dann von der horizontalen Ebene der Lebenssituation zur vertikalen Ebene des Lebens. Egal was auch geschieht, unser Leben ist schon vollkommen. Erst wenn uns der Eintritt in diesen Erkenntniszustand gelingt, verändern sich die Lebensumstände allmählich und spiegeln unser Bewußtsein vom Leben wieder. Dann treten Umstände ein, von denen wir früher vielleicht glaubten, dass wir sie benötigen, um glücklich zu sein. Dem Rat von Bo Yin Ra folgend nehmen wir diese Umstände an und wenn sie sich wieder auflösen, akzeptieren wir auch dies.

Viele Grüße

HansB22

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