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Bô Yin Râ - Forum
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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 830 mal aufgerufen
 Hortus Conclusus
Seiten 1 | 2
HansB22 Offline



Beiträge: 175

05.02.2013 14:57
ewiger Raum antworten

Hallo,

warum gibt es zum abschließenden Band des Lehrwerkes so wenige Beiträge?

Gerade in diesem Buch finden sich Ausführungen in einer Fülle und Tiefe, die zur Reflektion anregen können.

So schreibt BYR (auf S. 88) beispielsweise sinngemäß, dass ewiger Raum alle verschiedenräumigen Welten durchdringt. Die Wesen, die sich selbst in den verschiedenräumigen Welten erleben, den ewigen Raum selbst normalerweise aber nicht wahrnehmen. Nun stellt sich die Frage, ob der Mensch grundsätzlich zu einer Wahrnehmung dieses ewigen, alles durchdringenden Raumes fähig ist. Dies bejaht BYR. Für den Erdenmenschen besteht die Möglichkeit, den ewigen Raum selbst wahrzunehmen. Denn der Erdenmensch ist in seinem ewigen Lebenskern geistig-substantiell mit dem ewigen Raum identisch!

Und dann weiter (auf S. 89): Das Dilemma besteht nun in der Unfähigkeit der Allermeisten, sich während des Erdenlebens in diesem innersten Kern, dem ewigen Raum, selbst zu erkennen. Zu erkennen, dass der Mensch in seinem tiefsten Kern selbst der ewige Raum für alles ist. Diese Unfähigkeit aber nichts Unentrinnbares, sondern eine verhängnisvolle Folge bequemer Gemütsträgheit ist!

Starke Worte, oder?

HansB22

Albert Offline



Beiträge: 507

07.02.2013 20:45
#2 RE: ewiger Raum antworten

Lieber Hans,

Zitat
Diese Unfähigkeit aber nichts Unentrinnbares, sondern eine verhängnisvolle Folge bequemer Gemütsträgheit ist!



Was genau ist das Gemüt? Warum ist dieses Gemüt bei den meisten Menschen zu träge. Insbesondere sind doch die Bô Yin Râ Leser bemüht, diesen beschriebenen Pfad in sich frei zu legen. Was hindert die meisten daran, ihn zu gehen? Ist es unser falsches Vorstellungsvermögen?

Unweigerlich lässt mich dieser Text an die Aussagen Ramana Maharshis denken: "Sei was du bist" oder "Du bist Das".

Etwas mehr über Ramana:

http://www.solarisweb.at/lesen/eins.htm

Passend zu diesen Versen von Ramana fällt mir das folgende Mantra von Bô Yin Râ ein:

VI.
Geist-Schweben,
oben ‒
Geist-Weben,
unten ‒
Geist-Leben,
mitten. ‒ ‒ ‒
Allerinnerst,
außen ‒
Allgebreitet,
innen ‒
‒ ‒ ‒ Ich
darinnen! ‒



....und doch ist alles oben Gesagte zumindest für mich nur eine "Zukunftsmusik". Eventuell ergeht es einigen hier Lesenden anders?


Liebe Grüße

Serato Offline



Beiträge: 542

08.02.2013 00:36
#3 RE: ewiger Raum antworten

Hallo, Hans, hallo, Albert

Du fandest ein passendes Mantra zu der Thematik, Albert.

Es ist doch alles schon da, in jedem Augenblick! Man muß es nur wahrnehmen wollen, aus Interesse, aus Wollen, aus Notwendigkeit, aus innerstem suchen oder welch auch immer waltenden Beweggründen.
Doch beschränke ich mich seit einiger Zeit darauf, diese Erfahrungen sinnvoll in irdisches Geschehen und Verändern einfließen zu lassen. Wozu sonst?

Sowie es HansB22 gelang, den Hortus Concllusus in 3 Sätzen (Worten) abzuhandeln als „das Unendlichfältige Eine“ finde ich dazu eine andere Parallele:

„Nichts ohne innere Führung, nur die Haltung bestimmt, was gelingt im Erwachen zum Ewigen.“

Wir sind bereits und auch immer in diesem Ewigen, nur das Bewußtsein entfernt sich oft davon.

Liebe Grüße
Serato.

HansB22 Offline



Beiträge: 175

08.02.2013 15:37
#4 RE: ewiger Raum antworten

Lieber Albert,

erfreut über die Rückmeldung. Wusste nicht ob die schöpferische Pause des neuen Jahres noch läuft


Das Gemüt und seine Trägheit:

Um unser innerstes Wesen befinden sich viele Schichten. Diese Schichten bewirken eine Verzögerung der Wahrnehmnung.
Wenn es nur unser eigenes Wesen gäbe, wäre dies egal.
So ist es aber nicht.
Um in dieser Welt leben zu können, besitzen wir Impulszentren, die zum Überleben in der irdischen Welt notwendig sind. Es sind Triebe, die dafür zuständig sind, dass wir nach Nahrung streben, Kämpfen ums Überleben oder gar Intrigen und Hinterlist ersinnen. Die drei genannten Triebe sind so etwas wir Randzentren, die ihrerseits auf den eingangs erwähnten Schichten um unser innerstes Wesen liegen.

Im Alltag erleben wir einen ständigen Kommunikationsprozess. Außenimpulse durchdringen unsere Schichten bis zum innersten Kern unseres Wesens.
Unsere Antwort hängt von unserem Gemütszustand ab. Es kommt nämlich darauf an, welches Impulszentrum für die Bearbeitung und Reaktion zuständig ist.
Unser Impulszentrum, das für die Nahrungsaufnahme zuständig ist, wird eine andere Antwort geben als das Zentrum, welches für Kampf und Verteidigung zuständig ist und das Pläneschmiedende Zentrum agiert anders als unser innerstes Wesen.

Es erfordert bei den vier genannten Seelen in uns schon einen gewissen Grad an Reflektion, um zu erkennen, welches denn nun unser eigentliches wahres Wesen ist. Nur die Handlung, die unserem richtigen und besten Wesenselement erwächst, kann auch für das uns bestmögliche Verhalten sorgen.

Nach BYR identifizieren sich die meisten Menschen mit einem der äußeren Seelenbereiche, die stark mit vergänglichen irdischen Impulsen verknüpft sind. Dies ist der einfachste Weg und erfordert keine gesteigerte Achtsamkeit. Im Lehrwerk geht es darum, sich als das innerste Wesen zu erkennen, welches alle anderen durchdringt und trägt. Mit Hilfe der Achtsamkeit entscheiden wir in jedem Augenblick, wer wir sind. Und abhängig von unserem Sein, handeln wir.

Vor dem Hintergrund dieser kleinen Einleitung lässt sich nachvollziehen, warum das Gemüt so träge ist. Es ist einfach und bequem, die Impulszentren auf den äußeren Schichten agieren zu lassen, ohne Rückmeldung von unserem innersten Wesen abzuwarten. Nur aus Trägheit folgen viele ihren Trieben und sind ganz und gar durch diese geprägt. Leider überdauert unser innerstes Wesen die vergänglichen, irdischen Triebe und wir bemerken zu spät, wer wir eigentlich sind. Wir sind unser innerstes Wesen und die Triebe dienen uns. Die Triebe müssen im Einklang mit unserem innersten Wesen und nicht eigenständig agieren.

Liebe Grüße
HansB22

HansB22 Offline



Beiträge: 175

08.02.2013 16:01
#5 RE: ewiger Raum antworten

Hallo Serato,

im innersten Wesen empfundene Wirklichkeit hat große Gestaltungskraft. Von einem TaiChi-Lehrer habe ich einmal vernommen, dass selbst die Abwehr eines Angreifers hauptsächlich im Inneren erfolgt. Gelingt es, den Impuls zum (Nicht-Angegriffen)-Sein im Inneren zu empfinden, folgt die Verteidigung ganz von alleine.
(manchmal sogar ohne Körperkontakt)

Um etwas im irdischen Geschehen und Verändern einfließen zu lassen, das von Dauer ist, bedarf es einer großen Klarheit im Inneren. Ein jegliches Handeln bewirkt etwas Gutes und eine positive Veränderung, solange es im Einklang mit dem innersten Wesen steht.

Nach meinem Eindruck unterliegen viele gut gemeinte Handlungen der Gefahr, Ungewolltes wenig Gutes zu erzeugen, solange sie nicht im Einklang mit dem innersten Wesen erfolgen.

Es erfordert ständige Achtsamkeit, die Verbindung mit dem eigenen innersten Wesen aufrechtzuerhalten und aus diesem heraus zu Handeln.
Dadurch kann sehr positive Veränderung des irdischen und ewigen Geschehens bewirkt werden.

Liebe Grüße
HansB22

HansB22 Offline



Beiträge: 175

08.02.2013 16:18
#6 RE: ewiger Raum antworten

Hallo Albert,

noch ein Nachtrag:

was ist denn Zukunftsmusik? Meinst Du etwas, das erst später kommen wird? Kann die ewige Gegenwart irgendwann zur Zukunft werden?
Als Kind dachte ich an mancherlei Ereignisse, die sich in der Zukunft ereignen würden. Alle Zeitpunkte, an die ich jemals dachte und viele Ereignisse, die drohend in der Zukunft standen, sind schon längst vorbei. Aber das Einzige was immer noch da ist, ist die ewige Gegenwart in ihrem ruhigen Kern und der darum herum stattfindenden Veränderung. Mir ist es nicht gelungen, in die Zukunft zu gelangen, obwohl diese -wie gesagt- bereits vorbeigegangen ist.

Für mich erscheint es lohnend, die guten Dinge in der Gegenwart zu fördern und die weniger guten Dinge eher nicht. Was meinst Du?

Grüße
HansB22

Albert Offline



Beiträge: 507

10.02.2013 18:08
#7 RE: ewiger Raum antworten

Lieber Hans,

Zitat
Um unser innerstes Wesen befinden sich viele Schichten. Diese Schichten bewirken eine Verzögerung der Wahrnehmnung.
Wenn es nur unser eigenes Wesen gäbe, wäre dies egal.
So ist es aber nicht.
Um in dieser Welt leben zu können, besitzen wir Impulszentren, die zum Überleben in der irdischen Welt notwendig sind. Es sind Triebe, die dafür zuständig sind, dass wir nach Nahrung streben, Kämpfen ums Überleben oder gar Intrigen und Hinterlist ersinnen. Die drei genannten Triebe sind so etwas wir Randzentren, die ihrerseits auf den eingangs erwähnten Schichten um unser innerstes Wesen liegen.



Hat BYR diese Impulszentren im Hortus Conclusus beschrieben. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.

Einige Autoren sprechen von Haupt- Herz- und Beckenzentren oder von Haupt- Herz- und Beckenheiligtum.

Sind hier evtl. die verschiedenen Anteile unseres Gehirns und dessen Steuerung/Einfluss auf unseren Körper gemeint:

Denken: Großhirn
Fühlen: limbisches System
Handeln: Reptilienhirn

Liebe Grüße

Albert Offline



Beiträge: 507

10.02.2013 18:52
#8 RE: ewiger Raum antworten

@ Hans


Zitat
Als Kind dachte ich an mancherlei Ereignisse, die sich in der Zukunft ereignen würden. Alle Zeitpunkte, an die ich jemals dachte und viele Ereignisse, die drohend in der Zukunft standen, sind schon längst vorbei.



Wann hast du aufgehört "Kind" zu sein bzw. welches Ereignis hat dich veranlasst, diese "Zukunft" nicht mehr als solche zu sehen, sondern als Teil der Gegenwart?

Grüßchen

kohle Offline



Beiträge: 218

10.02.2013 19:45
#9 RE: ewiger Raum antworten

Trägheit des Gemüts:

Der Bremer Hirnforscher und Biologe Gerhard Roth soll in einem seiner Bücher geschrieben haben, dass

(sinngemäß:)" unsere Trägheit aus dem Beharrungsvermögen der Materie entsteht, mit der wir uns identifizieren."

Aus anderer Literatur erinnere ich mich, dass Materie Bewusstsein reflektieren soll.

kohle

Serato Offline



Beiträge: 542

10.02.2013 22:43
#10 RE: ewiger Raum antworten

Grüß Dich, HansB22!

Ich kann Dir nur zustimmen, daß Veränderungsbemühungen in der Außenwelt nur in Verbindung mit dem inneren Wesenskern erfolgen sollten. Das zu prüfen ist jedem anheimgestellt, mir natürlich auch.
Die Vielschichtigkeit des Gemüts definiere ich als denken fühlen wollen und glauben. Diese 4 müssen aber nach dem Willen des Selbst oder dem inneren Wesenskern umgewandelt werden um mit diesem konform gehen zu können. Sonst bleibt es im materiellen stecken.
Interessieren würde mich aber, warum Du keine Zukunft siehst, oder warum diese schon Vergangenheit ist. Haben wir keine Zukunft sondern nur ewige Gegenwart? Das wäre mir zu statisch, wenngleich eine Statika da sein sollte, um eine Zukunft zu gestalten.
Kannst Du das erklärend näher ausführen?

Liebe Grüße
Serato.

HansB22 Offline



Beiträge: 175

12.02.2013 12:14
#11 RE: ewiger Raum antworten

Hallo,

vorab schonmal,
die ewige Gegenwart ist nicht statisch, sondern äußerst dynamisch (wenn nicht manchmal sogar turbulent). Nur durch die Dynamik der Gegenwart kann überhaupt die Illusion der Zeit entstehen.

Ich glaube, erst mit der bewußten Wahrnehmung der ewigen Gegenwart, ist es möglich, richtig Kind zu sein.
Sehr deutlich wird die Tatsache der Gegenwart z.B. bei Eckhart Tolle: Es ist immer jetzt.

Die Ausführungen zu den Impulszentren habe ich sinngemäß einem alten Sufi-Meister (al Ghasali: das Elixir der Glückseeligkeitdas Elixir der ) entnommen.
Ich vermute, dass es im Einklang mit BYR steht, müsste aber selbst die passenden Stellen nochmal daraufhin untersuchen.

liebe Grüße
HansB22


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft
HansB22 Offline



Beiträge: 175

13.02.2013 15:53
#12 RE: ewiger Raum antworten

Hallo Serato,

Zitat
Interessieren würde mich aber, warum Du keine Zukunft siehst, oder warum diese schon Vergangenheit ist. Haben wir keine Zukunft sondern nur ewige Gegenwart? Das wäre mir zu statisch, wenngleich eine Statika da sein sollte, um eine Zukunft zu gestalten.
Kannst Du das erklärend näher ausführen?




Es gibt einfach nur das Jetzt.
Was sollte denn auch die Zukunft sein? Oder die Vergangenheit?

Vergangenheit ist doch in Wirklichkeit etwas, von dem ich im Jetzt glaube, dass es auf eine bestimmte Art und Weise geschehen ist. Leider ist die Erinnerung an das, was geschehen ist derart subjektiv, dass es keine zwei identischen Vorstellungen von der Vergangenheit gibt. Es gibt keine zwei identischen Geschichtsbücher, die man übrigens auch immer nur in der Gegenwart lesen kann. Und auch gemeinsame Erinnerungen an die Vergangenheit bringen viele Überraschungen mit sich. Haben wir das Selbe erlebt?

Zukunft ist doch in Wirklichkeit eine Hoffnung, Befürchtung oder Erwartung, die ich Jetzt im Hinblick auf eine bereits begonnene Veränderung (vielleicht nur als ersten Impuls) habe. Von der Zukunft kann ich unzälige Versionen erschaffen, ohne dass auch nur eine von Ihnen Wirklichkeit wird. Niemals kann ich die Gegenwart verlassen, um in die Zukunft zu Reisen. Selbst wenn es a la "Zurück in die Zukunft" zu einer Zeitreise kommen würde, fände diese auch ständig nur im "Jetzt" statt.

Mit Zielen, die ich vor mir sah, meinte ich z.B. Prüfungen, wichtige Gespräche, das Erreichen bestimmter materieller Gegebenheiten und das Erreichen eines bestimmten Alters. Alles das sind Punkte, die man als Zukunft beschreiben kann. In die Betrachtung kann auch die Hoffnung auf Partnerschaft und Familie aufgenommen werden. Das ganze Leben verläuft so, dass wir bestimmte Dinge erhoffen. Und wenn wir diese haben, erhoffen wir, sie nicht wieder zu verlieren. Oder wir erhoffen etwas Neues. Eine gewisse Rastlosigkeit ist mit dem Denken an Vergangenheit und Zukunft verbunden. Je nachdem, an welchem Punkt unseres Lebens wir stehen, glauben wir mehr Zukunft oder mehr Vergangenheit zu haben. Aber alles das ist einer so rasanten Veränderung unterworfen, dass wir es "wie Blasen auf einem schnell treibenden Fluss" (Zitat von Hermann Hesse in Sidharta) betrachten sollten. (Ich bemühe mich, richtig zu zitieren. Habe zwar keinen Dr.-Titel, will ihn aber trotzdem auf keinen Fall verlieren).

Wenn wir das Geschehen um uns herum aber als etwas so Veränderliches und Vergängliches betrachten, wer sind dann wir? Wer ist der Betrachter? Das betrachtende Bewußtsein ist immer im Jetzt. Es kann nur in der Gegenwart aufmerksam sein. Das ist eine Tatsache und es obliegt uns nur, dies zu erkennen oder die Augen davor zu verschließen. Wir haben nicht die Wahl, ob wir lieber ein Leben mit Vergangenheit und Zukunft hätten oder ein gegenwärtiges Leben. Wir haben nur die Möglichkeit, nach Innen gerichtet achtsam zu sein, dann erkennen wir, dass es nur das Jetzt gibt. Richten wir unsere Aufmerksamkeit nur nach außen, unterliegen wir schnell der Illusion der Zeit.

Praktisch müssen wir uns im Alltag (was für ein schönes, gegenwärtiges Wort, wenn man es ganz bewußt liest) zurechtfinden. Wir wechseln zwischen zwei Bewußtseinszuständen. Wir suchen Kontakt mit unserem innersten Selbst und wir bewegen uns im täglichen Leben. Dies ist etwas, von dem BYR spricht, wenn er ausführt, dass er den Abstieg ins Irdische jeden Tag genauso praktiziert wie den Aufstieg ins Licht. BYR beschreibt dies als etwas Mühsames, was er sich jedoch selbst auferlegt hat, um eine Brücke zwischen dem Urlicht und den irdischen Gefilden zu sein.

genug erläutert?

liebe Grüße

HansB22

Serato Offline



Beiträge: 542

14.02.2013 13:28
#13 RE: ewiger Raum antworten

Ja, genug erklärt Hans, danke dafür. Hatte schon eigene Schlußfolgerungen, da kurz, hier noch dazu, dürfte sich mit Deinen Ausführungen sinngemäß decken.

Vielleicht gebe ich mir selbst eine Antwort…ist ewige Gegenwart erreicht, reiht sich ein Moment der ewigen Gegenwart an den nächsten, so daß keine Frage nach einer Zukunft entsteht.
Jedoch….. gefallen in Raum und Zeit….. wirkt eine Vergangenheit in die Gegenwart hinein, die auch die Zukunft mitbestimmt. Es sei denn, die Vergangenheit ist karmisch aufgehoben, aufgearbeitet um unbelastete Entscheidungsfreiheit zu haben, die wieder mit der ewigen Gegenwart verbindet.

Für die Gedanken und Vorstellungen gibt es schon eine Zukunft, passieren wird sie aber wiederum in der Gegenwart. Beispiel: Heute plane ich eine Reise für morgen, entweder nach Hamburg oder nach München zu fahren. Da habe ich Gestaltungskraft für die Zukunft, sie zu bestimmen. Die Planung ist, trotzdem sie noch gar nicht ausgeführt wurde anschließend schon Vergangenheit.
Sie wird, wenn nichts dazwischen kommt, so werden, wie ich es plane. Am Morgen dann, wenn ich losfahre, wird das aber auch wieder in der Gegenwart ausgeführt.

Irgendwie auch ein Spiel mit Worten…..Vielleicht durch Influenz?

Bleibt: Lernen aus der Vergangenheit, der Gegenwart angemessenen Inhalt geben und die Zukunft sichern.

Liebe Grüße
Serato.

Andreas Offline



Beiträge: 130

14.02.2013 17:55
#14 RE: ewiger Raum antworten

Lieber Dr. Hans, lieber Serato,

...Gedankenspiele schlagen Purzelbaum...diese Diskussion erinnert mich sehr an den Thread in Quantenphysik, den ich bei der Gelegenheit nochmals gelesen und genossen habe.

Ein afrikanisches Sprichwort erzählt davon, dass Gott, als er die Welt erschuf, "...den Afrikanern die Zeit und den Europäern die Uhr..." schenkte...und diese Zeit meint m.E. nichts anderes als ewige Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft sind reine Kopfgeburten, die wir zum Überleben im Grobstofflichen jedoch notwendigerweise benötigen. Aber entschuldigt, das wurde ja alles schon irgendwie gesagt, ich wollte nur auch mal wieder einen Purzelbaum schlagen ;-)

Helle Grüße sendet: Andreas

Martin S Offline



Beiträge: 47

15.02.2013 14:45
#15 RE: ewiger Raum antworten

Poetische Randbemerkung für die Philosophen unter uns

Aus Marginalien


ALTNEUE IRRUNG

Um überkluge Gleichnisbilder nie verlegen,
Lehrt überzüchteter Gehirne alte Lehre,
Daß kein ewig Zeitverbindendes euch trage,
Weil nur einzig wechselweise Wandlung
Wirke eures Erdendaseins immer neue
Tage.


Die sich in solcher Lehre
Aller Täuschung „überhoben” wähnen,
Wissen wahrlich nicht, daß sie versunken
sind
Im Wahn, der Wechsel sei an sich die Zeit,
Und ahnen nicht, daß sie als „Zeit” erleben,
Im Vergänglichen: die Ewigkeit! ‒


Diese Verknüpfung macht m.E. die Vergangenheit und Zukunft auch Teil des ewigen Geschehens......
(Wie Ewiges sich selbst "natürlich" ist)

Entschuldigung und herzliche Grüße

Martin S

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